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Sendung am 02.11.

5. November 2009

Veranstaltungshinweise:

Bildungsnachricht:

GEW kritisiert Koalitionsvertrag
Unter dem Titel „Kein Programm für mehr Chancengleichheit“ kritisiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP.

Vor allem die finanzielle Lage der Bildungsinstitutionen resultiere in einer zunehmend stärkeren sozialen Schieflage im Bildungsbereich und zunehmenden Privatisierungen, vermutet die GEW. Zwar registriere man, dass die Budgets aufgestockt würden, die einge­planten Ausgaben deckten allerdings gerade mal 7,5 Prozent der nötigen Investitionen.

Auch die Idee eines „Zukunftskontos“ für Kinder sei kritisch zu sehen: Einzahlungen auf dieses Konto werden staatlich gefördert, doch davon profitieren eben nur Kinder, deren Eltern sowieso Geld zur Seite legen können. Arme Kinder haben davon nichts. Schließlich sei die geplante Einführung von Stipendien ein Weg weg vom „Rechtsanspruch auf eine bedarfsdeckende Ausbildungsförderung hin zum Zubrot als Gnadenakt“.

„Wer die Studienanfänger- und Akademikerquote erhöhen will, braucht eine soziale Öffnung der Hochschulen. Dafür muss das BAföG-System gestärkt und ausgebaut werden“, erklärt der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne. Nur auf dieser Basis sei ein zusätzliches Stipendiensystem sinnvoll.

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